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01.04.2001

MATERIALFLUSS 04/2001 - Mode im Eiltempo


Hauptabsatzgebiet wird im Nachtsprung beliefert

Im schnellen Geschäft mit der Mode setzt die Lörracher Textildruckerei KBC auf die System Alliance. Die Partner des neu gegründeten Speditionsverbund übernehmen nicht nur die Beschaffungs- und Transportlogistik, sondern unterstützen den Kunden auch im Versandbereich.

Die Lörracher Textildruckerei KBC zählt mit einem Umsatz von rund 200 Millionen Mark zu den größten Veredelungsbetrieben in Europa. Fast 40 Prozent der Rohware &
KBC arbeitet bis 18 Uhr abends; die Fahrtzeit nach Freiburg, wo im großen Speditions-Umschlagbetrieb die Sendungen auf die 48 nationalen Ausgangsverkehre übernommen werden, dauert rund eine Stunde. Eine Entlastung ist dabei, dass die Relationen für die Sendungen bereits vorgegeben sind.
Zwischen 19 und 22 Uhr verlassen die Fernverkehrsfahrzeuge das Freiburger Betriebsgelände. 24 bis maximal 48 Stunden sind als Laufzeit für die Sendungen der System Alliance innerhalb Deutschlands vorgeschrieben, das KBC-Hauptabsatzgebiet im Postleitzahlen-Raum 4 wird über Nacht erreicht.
Zum Service des Dienstleisters gehört es außerdem, die Sendungen mit der Nummer der Versandeinheit (NVE) zu belabeln. Als zentrales Element des Barcode EAN 128 dient die NVE der eindeutigen Identifikation der unterschiedlichen Versandeinheiten auf ihrem Weg vom Versender zum Empfänger.
Noch gibt es zwischen KBC und der System Alliance keine DV-Vernetzung, da das Textilunternehmen noch nicht über die nötigen Voraussetzungen verfügt. So werden große Mengen von der Versandabteilung per Telefon, Fax oder Mail bei Streck in Freiburg angekündigt. Am Abend, wenn die Nahverkehrsshuttles eintreffen, werden die Frachtbriefe erfasst und die Daten an die Kooperations-Partner in den Zielspeditionen weitergeroutet. Vorauseilend zum Warenfluss kann der Empfangspartner über die Sendungs- und Statusinformationen verfügen, ebenso die Kunden, die an das Netz angeschlossen sind.
Mit über 10.000 Mitarbeitern, 6.000 Verteilfahrzeugen und einem Frachtumfang von mehr als zwei Millionen Tonnen ging die System Alliance im Januar 2001 an den Start. Vorläuferkooperationen waren der in den 80er Jahren gegründete Logistikspezialist System Gut und der Sammelgutverbund Fortras, der Anfang der 90er entstand. 15 Gesellschafter mit 41 Partnerbetrieben in Deutschland gehören zu der neuen Gemeinschaft, deren Mitglieder ihr Aufkommen bündeln und auch Läger, Vertriebswege und Transporte gemeinsam nutzen.
95 Prozent des Volumens werden in Direkttransporten befördert, der Rest über das zentrale Hub in Niederaula, wo sich auch der Unternehmenssitz befindet, umgeschlagen. Die System Alliance bündelt die Kreativität des Mittelstandes und setzt als Differenzierung zu den Konzernen auf regionale Stärken, insbesondere die Kundenanbindung der Partnerbetriebe.

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