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25.07.2012

Carbon Footprint
Für jede Sendung: System Alliance berechnet CO2-Ausstoß


Ab Herbst 2012 stellt die Stückgutkooperation System Alliance ihren 42 Regionalbetrieben einen sendungsbezogenen CO2-Footprint zur Verfügung. Immer mehr Verlader richten Anfragen zum Treibhausgas-Ausstoß während des Transportverlaufs an ihren Spediteur.

Niederaula, 25. Juli 2012 --- Für seine Berechnungen orientiert sich die Stückgut-Kooperation an den Vorgaben des europäischen Norm-Entwurfs DIN EN 16258:2011. Damit werden voraussichtlich zum Jahresende die Umrechnungsfaktoren für Treibhausgase verbindlich festgelegt. "Auf dieser Grundlage haben wir uns zur Schaffung einer aufwendigen IT-Infrastruktur inklusive eigenem Statistikserver entschlossen, die es erlaubt, mit sendungsbezogenen Echtdaten zu arbeiten", erklärt System Alliance-Geschäftsführer Georg Köhler. "Mit der Lösung, die wir jetzt einführen, sorgen wir für größtmögliche Datentransparenz. Den Erhebungen liegen die Werte des ‚Handbuchs für Emissionsfaktoren des Straßenverkehrs' zugrunde."


Teilstreckenauswertung mit Software EcoTransIT

Gemeinsam mit den Projektpartnern active logistics und IVE (Ingenieurgesellschaft für Verkehrs- und Eisenbahnwesen mbH) hat die Stückgutkooperation einen Prozess entwickelt, mit dem die CO2-Berechnung auf Basis wesentlicher Transportdaten durchgeführt werden kann. Dabei werden die CO2-Emissionen je Transportabschnitt für alle Sendungen im Netzwerk von System Alliance prozessorientiert ermittelt. Das Ergebnis wird anschließend den Systempartnerbetrieben elektronisch zur Verfügung gestellt.

Mit der Durchführung des Projekts hat die Stückgutkooperation ihren IT-Dienstleister active logistics beauftragt. Der setzt mit der Software EcoTransIT von IVE auf ein hoch entwickeltes Instrument zur verkehrsträgerbezogenen Berechnung des CO2-Ausstoßes auf Teilstrecken. Für den Einsatz bei System Alliance hat IVE das Produkt auf die bestehenden Verkehrsstrukturen im Netzwerk der Stückgutkooperation angepasst. "Wir nutzen die relevanten Informationen aus den Transportdaten und berücksichtigen dabei die tatsächliche Verkehrsführung", erläutert Uwe Möller, active logistics-Niederlassungsleiter in Niederaula.


Berechnungen erlauben keine Quervergleiche

Für die Ermittlung des sendungsbezogenen CO2-Ausstoßes hat active logistics Schnittstellen zu den Transportmanagementsystemen der Gesellschafter und Systempartner geschaffen, die für die automatische Übertragung der Daten sorgen. Diese werden auf dem zentralen CO2-Statistikserver zusammengeführt und ausgewertet. Den Regionalbetrieben der Kooperation stehen damit täglich aktuelle CO2-Daten zur Verfügung. "Um größtmögliche Genauigkeit zu erreichen, ermitteln wir die Werte teilstreckenbezogen für den Vorlauf und Nachlauf sowie für den Hauptlauf oder bei HUB-Verkehren für die beiden Hauptlauf-Abschnitte", verdeutlicht Uwe Möller.

"Wir sind davon überzeugt, dass sämtliche CO2-Werte, die in der Transportbranche bislang ermittelt werden, keinen Quervergleich zulassen", sagt Georg Köhler. "Die Erhebungsmethoden sind unterschiedlich und so individuell, wie die Unternehmen selbst", berichtet der System Alliance-Geschäftsführer.



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