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05.06.2013

System Alliance präsentiert Zukunftsreport 2.0 - Neue Wege zum Wissensmanagement Experten-Talks auf der transport logistic


Vor zwei Jahren stellte die System Alliance erstmals die Ergebnisse der „Zukunfts-Werkstatt“ einem breiten Publikum vor. Damals fand die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit wichtigen Zukunftsfragen große Resonanz. Darauf aufbauend bringt die Stückgutkooperation jetzt den „Zukunftsreport 2.0“ heraus.
Niederaula/München, 4. Juni 2013 --- Präsentiert wird die Studie auf der diesjährigen „transport logistic“ in München. In den sogenannten Experten-Talks, die die System Alliance auf ihrem Messestand (Halle A5, Stand 115/218) veranstaltet, werden die Ergebnisse des Reports in vielfältiger Form aufgegriffen und interpretiert.
„Bei den Vorarbeiten zur Zukunfts-Werkstatt 2.0 haben wir uns entschieden, den Fokus noch stärker auf den operativen Teil unserer Arbeit auszurichten“, erläutert System Alliance-Geschäftsführer Georg Köhler die Vorgehensweise für den aktuellen Report. „Dabei wurden neben den Inhabern und Geschäftsführern unserer zehn Gesellschafter vermehrt Speditions- und Vertriebsleiter einbezogen.“ In zahlreichen Workshops konnten so die Trends aus dem Zukunftsreport 1.0 aufgegriffen und erneut bewertet werden. „Neu ist, dass wir viel stärker die Stakeholder-Perspektive in die Studie hereingenommen haben. Mit dem Gestaltungsansatz: Wo liegen in den einzelnen Trendbereichen Möglichkeiten für die System Alliance, die Zukunft aktiv zu gestalten?“, betont Dr. Bernhard Albert, Zukunftsforscher (Foresight Solutions) und Mit-Autor des Zukunftsreports. Insofern haben die Wissenschaftler der Zukunfts-Werkstatt – das sogenannte W-Team – in größerem Maße die Positionen von Kunden, Mitarbeitern und speditionellen Dienstleistern der Stückgutkooperation einbezogen. Aber auch Aspekte der regionalen Politik oder der aktuellen Gesetzgebung wurden in der Methodik noch stärker berücksichtigt.

Stakeholder-Positionen noch stärker einbezogen
Auf Basis von zahlreichen ausgewerteten Studien konnten die Wissenschaftler mehrere neue Trends ermitteln. So avisieren die ausgewerteten Studien beispielsweise eine Zunahme von grenzüberschreitenden Verkehren. „Alle bekannten Studien gehen von einer deutlichen Zunahme des innereuropäischen Verkehrs in den kommenden Jahrzehnten aus“, erklärt Autor Dr. Heiko von der Gracht, Director Institute for Futures Studies and Knowledge Management. Einher geht diese Entwicklung mit der Konsequenz, dass eine steigende Komplexität in der Abwicklung auch die Anforderungen an die Mitarbeiter erhöht. Ein Trend, der durch die seit dem Jahr 2011 wieder ansteigende Zahl von Fusionen und Übernahmen noch verstärkt wirkt.
Eine starke Wirkung geht auch von den wachsenden Anforderungen an Supply Chain Designs aus. „So zeichnet sich etwa ab, dass die Logistik durch die zunehmende Relevanz von Ballungsräumen ganz neue Transportkonzepte mit einer noch stärker ausdifferenzierten Modularität entwickeln muss“, berichtet Prof. Dr. Thomas Krupp. Der Dekan für Logistikmanagement an der Europäischen Fachhochschule Brühl fordert: „Hier wird der Austausch zwischen den Akteuren über klassische Kooperationsmodelle hinausgehen müssen.“
Und auch ein verändertes, erst in Ansätzen erkennbares Endkundenverhalten wird nicht ohne Wirkung bleiben. So stellt sich die Frage, was passiert, wenn immer mehr Konsumenten den Online-Handel noch intensiver für sich nutzen. Und: Welche weitreichende Folgen wird ein Rückgang des klassischen Einzelhandels mit seinen etablierten Lieferketten zugunsten von individuelleren B2C-Belieferungen haben? Auf solche und ähnliche Fragestellungen wird die Logistikbranche im Allgemeinen und die System Alliance im Besonderen immer wieder neue Antworten finden müssen

Strategisches Themenmanagement
Doch das ist nicht alles. „Auf einer zweiten Ebene haben wir den Zukunftsreport zu einem strategischen Themenmanagement verdichtet“, erklärt Bernhard Albert: „Uns interessierte dabei nicht nur, welche Themen es gibt, sondern auch in welchen Bereichen es für die System Alliance besonders wichtig ist, sich zu positionieren.“ So konnten anhand eines Trendportfolios neue, wichtige Querschnittsthemen für die mittel- und langfristige Entwicklung identifiziert werden. Sie reichen von Aspekten des demographischen Wandels über die fortschreitende Verschmelzung von Informations- und Kommunikationstechnologien bis zur steigenden Relevanz von Wissensmanagement und -transfer innerhalb der Logistikbranche. Georg Köhler: „Auf diesen Themenfeldern weist uns der Zukunftsreport 2.0 neue Wege nach Übermorgen. Es ist jetzt an uns, die richtigen Schritte einzuleiten.“

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