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05.06.2013

System Alliance informiert auf Wunsch über Carbon Footprint - Stückgutkooperation erwartet keinen „grünen“ Wettbewerb


Seit Anfang des Jahres kann die Stückgutkooperation System Alliance ihren Kunden den CO2-Ausstoß auf Sendungsebene ausweisen. Die Berechnungen fußen auf der europäischen Norm DIN EN 16258, die im März 2013 in ihrer gültigen Fassung veröffentlicht wurde.
Niederaula/München, 5. Juni 2013 --- Im Nachbarland Frankreich müssen Spediteure bereits den CO2-Ausstoß sämtlicher Transporte auf Basis der Norm ausweisen. Die Berechnungen werden vorgenommen, um Transparenz über die Entstehung klimaschädlicher Gase zu schaffen, die mit der Produktion und dem Handel von Industriegütern verbunden sind. Sie stehen im Kontext der Bestrebung zur Verminderung der Emissionen und erfolgen auch im Hinblick auf den Handel von CO2-Emissionsrechten.
System Alliance berechnet den CO2-Ausstoß sendungsbezogen anhand des realen Sendungsgewichts. Für Fahrzeugverbrauch und -auslastung werden dabei Standardwerte nach den Empfehlungen des „Handbuchs für Emissionsfaktoren des Straßenverkehrs“ (HBEFA) eingesetzt. Der CO2-Ausstoß wird auf dieser Grundlage für die Teilstrecken Vorlauf, Hauptlauf und Nachlauf mit der branchenüblichen Software EcoTransIT kalkuliert. Die Stückgutkooperation hat diese Methode anhand des Leitfadens für die „Berechnung von Treibhausgasemissionen in Spedition und Logistik“ des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes DSLV ausgewählt. Dieser lässt jedoch noch weitere Vorgehensweisen zu, die zu anderen Ergebnissen kommen. Zum Beispiel kann der CO2-Austoß auch anhand des tatsächlichen Verbrauchs des eingesetzten Fahrzeugs ermittelt werden.
„Trotz gültiger europäischer Norm kann man den Carbon Footprint für Straßentransporte nicht einfach miteinander vergleichen. Wer wissen will, wie klimafreundlich sein Spediteur arbeitet, muss sich mit den Berechnungsmethoden auseinandersetzen“, verdeutlicht System Alliance-Geschäftsführer Georg Köhler. Methodenbereinigt ist die Schwankungsbreite der Ergebnisse dabei eher gering. Der Chef der Stückgutkooperation ist davon überzeugt, dass die CO2-Berechnungen zu keinem zusätzlichen Wettbewerb führen. „Alle Maßnahmen, die den Carbon Footprint verbessern, lösen auch Effizienzvorteile aus und sind wirtschaftlich interessant.“ Deshalb erfüllt das Netzwerk mit der Ausweisung des CO2-Ausstoßes vor allem die Wünsche der Kunden seiner Verlader. Georg Köhler: „Selbstverständlich leisten wir gerne unseren Beitrag für mehr Transparenz in Klimafragen.“

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