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05.06.2013

Projekt-Studie: System Alliance prüft Einsatz von QR-Codes - Halbjähriger Praxistest gestartet


Über Jahrzehnte haben die Stückgutkooperation System Alliance und ihre Vorläuferorganisationen viele der heute etablierten IT-Standards im Speditionsbereich entscheidend mitgeprägt. Mit einer Projekt-Studie zur Nutzung von QR-Codes unternimmt das Speditionsnetzwerk einen weiteren Schritt, künftige Trends zu setzen.
Niederaula/München, 5. Juni 2013 --- In dem Projekt will System Alliance praxistaugliche Erkenntnisse aus der Nutzung der zweidimensionalen Codes gewinnen. Auf dieser Basis will das Netzwerk anschließend prüfen, ob es QR-Prozesse stufenweise in der gesamten Kooperation einführt.
Im Vergleich mit dem heute gängigen Barcode kann der quadratische QR-Code eine deutlich größere Informationsdichte aufnehmen. Für die speditionellen Abläufe ist besonders reizvoll, dass der Code bereits beim Versender die Möglichkeit zu einer direkten Schnittstellenkontrolle bietet. Sendungsdaten können bei der Abholung direkt erfasst und an ein Transport-Management-System übertragen werden. Die übernommenen Packstücke werden dabei sofort mit dem Speditionsauftrag abgeglichen. Perspektivisch betrachtet ist sogar denkbar, dass künftig bereits der Übernahme-Scan ein Avis der Sendung an den Empfänger auslöst.
Darüber hinaus könnte ein QR-Code auch die Warenbegleitdokumentation – wie zum Beispiel Gefahrstoff-Informationen nach den ADR-Richtlinien oder den Lieferschein – aufnehmen. Zusätzlich bietet die Codierung die Option, auch empfängerrelevante Daten zu übermitteln. Das können Referenz-, Bestell- oder Chargennummern, aber auch Hinweise zum Handling und zum Warenfluss sowie Informationen für die Zulaufsteuerung des empfangenden Unternehmens sein.


Auf der transport logistic in München stellten Rolf Telljohann (Produkt-Manager System Alliance, Hellmann Worldwide Logistics), Martin Krajczy (Hellmann Worldwide Logistics), Klaus Hellmann (Geschäftsführender Gesellschafter, Hellmann Worldwide Logistics) und System Alliance-Geschäftsführer Georg Köhler (v.l.) die Möglichkeiten vor, die mit der Nutzunder der QR-Codierung verbunden sind.

Projekt-Studie überprüft Effizienzpotenziale
Um die Potenziale der zweidimensionalen Codierung zu testen, hat System Alliance im ersten Quartal 2013 mit einer Projekt-Studie begonnen. Dabei diskutierten Experten der Kooperation zunächst in Workshops mit ihren Kunden den Nutzen dieses Verfahrens. Sowohl Versender als auch Empfänger zeigten sich von den damit verbundenen Möglichkeiten überwiegend beeindruckt. Im Mai startete ein Team aus IT-, Prozess- und Vertriebsexperten der Gesellschafter mit der Durchführung und Betreuung der Projekt-Studie zur Nutzung von QR-Codes. Erster Projektpartner ist die Firma Gahrens + Battermann, ein Full-Service-Dienstleister für Veranstaltungstechnik. Das Unternehmen versendet über System Alliance deutschlandweit Elektronik-Geräte und -Komponenten – sowohl an Kunden als auch an die eigenen Service-Teams. Für die Studie ist Gahrens + Battermann besonders geeignet, da die Veranstaltungstechniker sowohl die Rolle von Versendern als auch die von Empfängern der Güter einnehmen. Dabei ist der Investitionsaufwand für die Tests überschaubar: Bereits heute können viele der bei System Alliance genutzten Mobilen Datenerfassungseinheiten (MDE) auch die Flächencodes lesen. Dafür müssen sie lediglich umkonfiguriert werden.
„Während der sechsmonatigen Testphase können wir auf Anfrage noch weitere Kunden in die Studie aufnehmen“, erklärt System Alliance-Geschäftsführer Georg Köhler. Bis Ende des Jahres will das Projektteam die Erkenntnisse des Praxiseinsatzes auswerten. „Von der Nutzung des QR-Codes versprechen wir uns Handling-Vorteile für unsere Kunden und eine Beschleunigung des Informationsflusses“, blickt Georg Köhler voraus. „Sollte sich dies bestätigen, prüfen wir, ob und wie wir die Technologie schrittweise in der Kooperation einführen können.“

Über den QR-Code:
Der QR-Code (englisch Quick Response: „schnelle Antwort“) ist ein zweidimensionaler Code, der in binären Zeichen (schwarzes oder weißes Feld) Textinformationen übertragen kann. Die codierten Flächen können mit speziellen Scannern sowie mit Smartphones und entsprechenden Apps ausgelesen werden.


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